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Spitex Zürich unterwegs in der Nacht

In der aktuellen Ausgabe des Spitex Magazins berichten vier Spitex-Mitarbeitende über die Freuden und Herausforderungen der nächtlichen Arbeit. So auch Arlind Maksuti, Fachmann Gesundheit, der in einem Nachtdienst-Team von Spitex Zürich arbeitet.

Er bezeichnet sich selbst als «Nachteule» und geht nach seinen Einsätzen als erstes ins Gym, um den Stress und die vielen Kaffees abzubauen. An seinen Einsätzen schätzt er unter anderem die Eigenständigkeit und die nächtliche Ruhe. Seit August 2023 arbeitet der Fachmann Gesundheit (FaGe) Arlind Maksuti bei Spitex Zürich. Bevor er im Juni 2024 Vollzeit ins Team Nord der Nacht-Spitex übertrat, arbeitete Maksuti im Tag- und Abenddienst. Der 26-jährige Zürcher sagt von sich: «Ich bin eine Nachteule und fühle mich wohl in der Nacht.» Arlind Maksuti schätzt an seinen Einsätzen die Eigenständigkeit, die nächtliche Ruhe, die finanziellen Zuschläge und den Umstand, dass es nachts kaum Verkehr hat. 

Arlind Maksuti,

 

Überraschender Einsatz bei Kaffee und Kuchen 

Arlind Maksutis Dienst beginnt um 21.30 Uhr an der Rotbuchstrasse. Als Erstes tauschen alle Mitarbeitenden, die Dienst haben, einsatzbezogene Informationen aus. Arlind Maksuti liest sich zudem detailliert ein, bereitet sein Material und die Schlüssel seiner Kundinnen und Kunden vor. Auch die sorgfältige Kontrolle seines Einsatzfahrzeuges gehört zur Vorbereitung dazu. Kurz nach 22 Uhr beginnt der FaGe mit seinem ersten Einsatz – in einem Nachtdienst können es gut und gerne bis zu 13 Einsätze werden. In seinen Zuständigkeitsbereich fallen Kontrollbesuche und unterschiedliche pflegerische Einsätze. Auch Notfälle übernimmt er in Absprache mit der verantwortlichen Pflegefachperson. Eine Pause gönnt er sich gegen 3 Uhr in der Früh im Zentrum in Wipkingen, zusammen mit seinen Arbeitskolleginnen und -kollegen. Zwischen 6.30 Uhr und 7 Uhr ist sein Dienst zu Ende. Bei seinen nächtlichen Einsätzen erlebt der 26-Jährige viel. Dabei erinnert er sich besonders gerne an folgende Anekdote: «Während einer Nachtschicht wurde ich zu einer Kundin gerufen. Weshalb, war mir zuerst nicht ganz klar. Schliesslich stellte sich heraus, dass sich die Kundin mit Kaffee und Kuchen bei mir für meine nächtlichen Einsätze bedanken wollte. Dies hat mich sehr gefreut und zeigt auch die Wertschätzung meiner Arbeit.» 

Ausgewogene Ernährung und soziale Kontakte sind wichtig 

Auf die Frage, wie es Arlind Maksuti gelingt, abzuschalten, antwortet er: «Nach den Nachtdiensten gehe ich tatsächlich erstmal ins Gym zum Training. Dies hilft mir, den Stress sowie den Koffeingehalt abzubauen, damit ich anschliessend auch richtig gut schlafen kann.» Arlind Maksuti versucht, sieben bis acht Stunden zu schlafen und achtet auf eine gesunde und ausgewogene­ ­Ernährung, damit sein Tag-Nacht-Rhythmus nicht allzu stark durcheinander kommt. Nach Möglichkeit verbringt der FaGe Zeit mit seiner Familie oder unternimmt etwas mit seiner Freundin oder mit Freunden. Zudem hat er nach dem Nachtdienst jeweils mindestens zwei Tage am Stück frei, was er sehr schätzt und der Erholung dient. 

Seit 17 Jahren fester Bestandteil in Zürich – die Nacht-Spitex 

Seit nunmehr 17 Jahren bietet Spitex Zürich eine eigene Nacht-Spitex für die Stadt Zürich, alle Gemeinden des Bezirks Horgen, die SRK-Notrufe und die Wohnungen der Stiftung ­Alterswohnungen (SAW) der Stadt Zürich an. Zwei Teams mit aktuell 22 Mitarbeitenden ­bilden die Nacht-Spitex. Alle arbeiten ausschlies­slich nachts. Die beiden Nacht-Teams ver­sorgen rund 85 Klientinnen und Klienten regelmässig, einzelne zwei- bis dreimal pro Nacht. Sie führen jede Nacht von 22 Uhr bis 7 Uhr total sieben Touren mit insgesamt zwei bis drei ­tertiären Mitarbeitenden und vier bis fünf Fachleuten Gesundheit (FaGe) durch. Eine Tour ist fix in der Verantwortung einer diplomierten Pflegefachperson, die ebenfalls für die Notfall-Triage zuständig ist. 2023 wurden 31 884 Einsätze geleistet, in den vergangenen Jahren nahm die Zahl kontinuierlich zu. Die Finanzierung erfolgt via Leistungsvereinbarung mit der Stadt Zürich und mit den Gemeinden im Bezirk Horgen. Spitex Zürich erbringt somit für und in Koordination mit verschiedenen Organisationen in der Stadt Zürich, etwa dem SRK-Notruf, dem Ärztefon oder der SAW-Securitas, die ambulante nächtliche Erstversorgung.

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